Musikermedizin – Körpermusikalität

Die Musikermedizin beschäftigt sich mit der Prävention und der Heilung von musikerspezifischen Krankheiten und Beschwerden. Diese Disziplin ist leider nötig geworden, da der Leistungsdruck auf Musiker immer mehr zu genommen hat, was sich oft negativ auf ihre Gesundheit auswirkt.

Meine langjährige Beschäftigung mit ganzheitlichen musikpädagogischen Ansätzen brachte mich in diese medizinisch-therapeutische Richtung. 2018 habe ich deshalb die zertifizierte Fortbildung Musikphysiologie im künstlerischen Alltag des Kurt-Singer-Instituts für Musikergesundheit der UdK absolviert. Ich bin zudem Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Musikermedizin DGfMM.

Körperliche Beschwerden von Musikern können verschiedene Grade haben. Akute, spielverhindernde Schmerzen sollten von den Ärzten der Musikmedizin (LINK) behandelt werden. Ich sehe meine Aufgabe im Bereich der Musikergesundheit zum Einen in der Prävention, in dem ich Methoden und Ansätze vermittle, die das Risiko einer Erkrankung mindern. Zum Anderen helfe ich, bei Beschwerden die Ursachen zu finden und zu lösen. Falls eine ungünstige Instrumentaltechnik der Grund der Beschwerden ist, unterstütze ich ein evtl. nötiges Re-learning.

Der von Alexander Truslit ausgehende Ansatz der Körpermusikalität, eines musikalischen Selbstgebrauchs, halte ich auch hier für wegweisend. Dass Bewegungen, die anatomisch richtig und wohltuend sind, letztendlich auch die überzeugendste und ergreifendste Musik hervorbringen, ist sicherlich das ideale Ziel einer ganzheitlichen Körpermethodik. Leider wird diese Dimension in der instrumentalen Ausbildung nur selten vermittelt.